Überschwemmung
Was ist auf der Risikokarte zu finden?
Große Teile der Niederlande werden durch Hochwasserschutzvorkehrungen (Deiche, Dünen und Kunstbauten) geschützt. Ein aneinander geschlossener Ring aus Hochwasserschutzvorkehrungen etwa gleicher Höhe wird als Deichring bezeichnet. Auch höher gelegene Gebiete können Teil eines Deichrings sein. Das innerhalb des Rings liegende Areal wird als Deichringgebiet bezeichnet. Das Deichringgebiet und das vorgeschriebene Hochwasserschutzniveau jedes Deichrings sind im niederländischen Hochwasserschutzgesetz (Wet op de Waterkering) gesetzlich festgelegt.
Die Risikokarte zeigt die Deichringgebiete, die bei Hochwasser überschwemmt werden. Darüber hinaus ist der Risikokarte zu entnehmen, wie hoch das Wasser im schlimmsten Fall steigt.
Deichringe

Hochwasserpegel
Welche Teile des Landes im Falle einer Überschwemmung von Hochwasser betroffen sind, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Für viele Gebiete wurden Computersimulationen erstellt, mit denen sich der Verlauf einer Überschwemmung simulieren lässt. Bei einer solchen Simulation werden bestimmte Annahmen über den Ort und die Größe des Deichbruchs oder über die Wasserstände eines Flusses oder des Meeres zugrunde gelegt. Anschließend wird berechnet, wie sich das Hochwasser in einem Gebiet ausbreitet und wie hoch das Wasser an den verschiedenen Orten steigen kann.
Anhand der Gesamtheit der Berechnungsergebnisse wird für jeden Ort ein maximaler Hochwasserpegel ermittelt. So vermittelt die Hochwasserpegelkarte einen Überblick darüber, wie hoch das Wasser in welchen Gebieten steigen kann.
Worin besteht die Gefahr?
Zur Überschwemmung kommt es, wenn eine nicht zu kontrollierende Wassermenge das Land überflutet. Für die Niederlande stellt Hochwasser angesichts folgender Gegebenheiten eine reale Gefahr dar:
-
Weite Teile der Niederlande liegen unterhalb des Meeresspiegels.
-
In den Niederlanden liegen mehrere große Flüsse.
-
Das Klima verändert sich: Der Meeresspiegel steigt und es regnet häufiger und stärker.
Das Wasser kann von überall her stammen: Aus dem Meer oder aus den großen Flüssen, aber auch aus Binnengewässern wie Kanälen und Seen. Ein Deich kann absacken, Dünen können nachgeben oder Wasser kann über die Deichkronen treten. Kommt es nun auch noch zum Stromausfall, bedeutet das zusätzliche Gefahr: Es gibt kein Telefon, kein Internet und kein Fernsehen mehr. Auch die Gesundheit der Bevölkerung kann gefährdet sein. In diesem Fall kann die Regierung eine Evakuierung des betroffenen Gebiets anordnen.
Welche Sicherheitsmaßnahmen gibt es?
Die Behörden aller Ebenen – von den Kommunen über die Provinzen bis hin zum Staat – setzen sich gemeinsam für den Hochwasserschutz ein. Das niederländische Amt für Wasserwirtschaft (Rijkswaterstaat) und die Wasserwirtschaftsverbände warten und kontrollieren gemeinsam Deiche, Dämme und Dünen. Für die Flüsse wird zusätzlicher Raum geschaffen. Die Kommunen informieren und warnen die Bevölkerung. Gemeinsam mit den Einsatzdiensten (Polizei, Feuerwehr und medizinische Rettungsdienste) üben die Behörden regelmäßig den Ernstfall. Die Pegelstände werden ununterbrochen überwacht, so dass im Prinzip genügend Zeit bleibt, Maßnahmen zu ergreifen und die Bevölkerung zu warnen.
Nähere Informationen
-
Die aktuellen Pegelstände finden Sie unter www.actuelewaterdata.nl.
-
Der Hochwasserwarndienst des niederländischen Wasserwirtschaftsamtes (Rijkswaterstaat) gibt im Hochwasserfall unter www.svsd.nl Warnungen und Alarmmeldungen aus.
Factsheet bestellen
Überschwemmung
Wenn Sie die nachstehenden Felder ausfüllen, erhalten Sie eine Nachricht, wann das Factsheet aktualisiert wurde.
Mit einem Sternchen (*) gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder. Wenn Sie sich für die Zusendung der Aktualisierung anmelden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen das Interprovinziale Beratungsorgan IPO maximal jedes Quartal per E-Mail eine Aktualisierungsnachricht zukommen lässt, sofern Änderungen im Factsheet vorgenommen wurden.